Weinfest Grünstadt

Traditionell findet das große Grünstadter Weinfest am vierten Wochenende im Juli statt. Innerhalb der vier Festtage von Freitag bis Montag erwarten örtliche Winzer und Gastronomie, täglich Live-Musik, Schausteller und Zuckerbuden sowie freitags die Krönung der Weingräfin des Leiningerlandes zahlreiche Gäste aus nah und fern.

Grünstadter Weinfest 2018

Das nächste Grünstadter Weinfest findet statt vom 20. bis 23.07.2018


Highlights beim Weinfest in Grünstadt

  • Krönung der neuen Weingräfin des Leiningerlands am Weinfest-Freitag um 19 Uhr
  • Live-Musik im Weindorf auf dem Luitpoldplatz an allen Weinfest-Tagen von Freitag bis Montag
  • Ortsansässige und regionale Winzer kredenzen edle Tropfen aus ihren Weinkellern
  • Heimische und mediterrane Küche verwöhnt den Gaumen
  • Rummelplatz mit Fahrgeschäften und Zuckerbuden

Programm Grünstadter Weinfest 2018

Weindorf im Stadtzentrum vom 20. bis 23. Juli - Krönung der 69. Weingräfin Julia IV. – Vergabe Riesling- und Dornfelderpreis - Attraktives Musikprogramm - Zehn Bewirter - Kleiner Vergnügungspark

Seit 1935, damals wurde die Deutsche Weinstraße eingeweiht, feiern Grünstadt und das Leiningerland den „Unterhaardter Weinwettstreit“, das Grünstadter Weinfest. Immer am vierten Juli-Wochenende laden Stadtverwaltung sowie einheimische Winzer und Gastronomen in einem romantischen Weindorf auf dem Luitpoldplatz zur größten Weinprobe der Region ein.

Empfang der Weinhoheiten mit der TSG-Blaskapelle
Den Auftakt macht in diesem Jahr traditionell die Blaskapelle der TSG am Freitag, 20. Juli, 18.45 Uhr, im südlichen Eingangsbereich des Weindorfes. Dann nämlich wird die blumengeschmückte Kutsche, eine Victoria, mit der 68. Weingräfin Laura I. Bockenheim, deren Amtszeit an diesem Abend endet, und deren Nachfolgerin, die 69. Weingräfin Julia IV. aus Battenberg musikalisch erwartet und begrüßt. Bürgermeister Klaus Wagner und die Verantwortlichen der Verwaltung begleiten beide Weinhoheiten zur Bühne im Weindorf, um pünktlich um 19 Uhr mit der Krönung zu beginnen. Es folgen die Abschiedsrede von Weingräfin Laura, Grußworte der Ehrengäste, die Auszeichnung der Riesling- und Dornfelder-Preisträger und ganz zum Schluss die Antrittsrede der neuen Weingräfin. Zwischendurch lockert immer wieder die TSG-Blaskapelle mit einem Musikbeitrag auf. Insgesamt sieben Musikbands und Kapellen sorgen auf der zentral gelegenen Bühne auf dem Luitpoldplatz im Herzen der Stadt für Unterhaltung. „Musik liegt in der Luft“, heißt es dann täglich, zumal Musikstil und -arten kaum unterschiedlicher und vielfältiger sein könnten: für jeden ist etwas dabei, Musik für Jung und Alt.

Weinfest-Freitag:
Vielfalt vom Feinsten - Die Modern Sound Big Band (ab ca. 19.45 Uhr)

Für den Auftakt im Mammut-Musikprogramm am Weinfest-Freitag sorgt die Modern Sound Big-Band aus Bockenheim, die direkt im Anschluss der Weingräfinnen-Krönung ab etwa 19.45 Uhr im Weindorf gastiert. Diese Unterhaltungsband ist hervorragend besetzt mit jungen, gut ausgebildeten Allroundtalenten, die jeden Auftritt zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Unter der Stammbesetzung befindet sich auch die scheidende Weingräfin Laura Wessa, die leidenschaftlich das Altsaxophon spielt – wenn sie nicht gerade in ihrem hoheitlichen Amt eingespannt ist. Das Repertoire dieser Big-Band ist ausgesprochen vielfältig. Umrahmt von einer lockeren Moderation finden sich Glenn Miller, Count Basie, Frank Sinatra, Michael Jackson, Stevie Wonder, Carlos Santana, Elvis Presley, Earth, Wind & Fire, ACDC, Tom Jones, Joe Cocker, Christina Aguilera, Amy Winehouse und viele mehr in den Köpfen des Publikums zu einer großen Jazz-/Rock-/Pop-Party zusammen.

Weinfest-Samstag:
Heimspiel für die „Gitarrenhelden“ (ab 19.30 Uhr)

Den Samstag des viertägigen Musik-Festivals rocken die „Gitarrenhelden“. Die Vier-Köpfige-Formation hat es nicht weit, stammen Ihre Mitglieder doch fast alle aus Grünstadt. Die Band, die sich überwiegend der „modernen“ Oldie-Szene verschreibt, hat über 100 Gastspiele jährlich zu bewältigen. Sie wurde auch schon für Auftritte im Ausland, so im Fünf-Sterne-Luxushotel „Valparaiso Palace“ in Palma de Mallorca oder im Hotel „Stazzo Lu Cicaccaru“ in Arzachena auf Sardinien, verpflichtet. Gastspiele im „Rosengarten“ Mannheim, bei Radio RPR in Ludwigshafen, bei Bayer in Leverkusen oder beim „White-Sands-Festival“ in Norderney sind nur wenige von unzähligen Referenzen. Songs aller bekannten Weltstars, stellvertretend „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Hotel California“ von „The Eagles“, „Imagine“ von John Lennon oder „The Boxer“ von Simon & Garfunkel begeistern alljährlich die Fans. Die „Gitarrenhelden“ gehören zweifelsfrei zu den Höhepunkten des viertägigen Musikprogramms auf dem Grünstadter Weinfest 2018.

Weinfest-Sonntag:
Blaskapelle der TSG Grünstadt, Erstes Akkordeonorchester Grünstadt, Power of Music und The Nannys

Tradition herrscht am Weinfest-Sonntag, 22. Juli, wenn zwei beliebte Grünstadter Musikvereine abwechselnd das Vormittags- und Nachmittagsprogramm gestalten. Um 10.30 Uhr eröffnet die Blaskapelle der TSG Grünstadt das Frühschoppenkonzert (10.30 - 12.30 Uhr). Anschließend spielt das Erste Akkordeonorchester Grünstadt ab 13 bis 15 Uhr auf.
Beide Kapellen präsentieren Potpourris, zum Beispiel das Akkordeonorchester Oldies aus den 60ies oder Italo-Hits, die TSG-Blaskapelle unvergessene Melodien von der schwedischen Popgruppe Abba.

Power of Music (15.30 - 17.30 Uhr)
Von A wie Andrea Berg oder AC/DC über E wie Elvis oder Eros Ramazzotti über P wie Peter Alexander oder Peter Maffay bis Z wie ZZ-Top oder Zillertaler, das Repertoire von Heinz Schößler alias Power of Music umfasst annähernd sämtliche Genres der Musikgeschichte. Mit mehr als 400 Titeln – originalgetreu interpretiert - bleiben beim Publikum keine Wünsche offen!

the Nannys (ab 19.30 Uhr)
Sie beschwören das Lebensgefühl der 50’s herauf – wenn Schmalztollen und Haifischflossenhecks singen könnten, sie würden sich anhören wie the Nannys! Die Energie dieser „Jive-Gang“ ist ganz von heute und einfach furchtbar ansteckend. Bekannte Rock- und Pophits als Rock’n’Roll- oder Swing-Interpretationen, gepaart mit frisch aufgelegten Klassikern aus der Jukebox der Wirtschaftswunderzeit, überzeugen auch den größten Tanzmuffel mitzuswingen. Langeweile ist hier fehl am Platz, denn die vier Musiker schaffen es mit leidenschaftlich dargebotener Live-Musik und sympathischer, lockerer Unterhaltung das Publikum bei Laune zu halten.

Weinfest-Montag:
Power of Music (14 - 17 Uhr)
Von A wie Andrea Berg oder AC/DC über E wie Elvis oder Eros Ramazzotti über P wie Peter Alexander oder Peter Maffay bis Z wie ZZ-Top oder Zillertaler, das Repertoire von Heinz Schößler alias Power of Music umfasst annähernd sämtliche Genres der Musikgeschichte. Mit mehr als 400 Titeln – originalgetreu interpretiert - bleiben beim Publikum keine Wünsche offen!

Daily Races (ab 19.30 Uhr) sind vom 80er-Jahre-Virus infiziert. Aus dem schier unerschöpflichen Repertoire dieser Zeit haben die fünf hochkarätigen Musiker ein stimmiges und anspruchsvolles Programm zusammengestellt. "Such a Shame" (Talk Talk), "Shout" (Tears For Fears), "The Wild Boys" (Duran Duran), "Let's Dance" (David Bowie), "Enjoy the Silence" (Depeche Mode) "Road to Nowhere" (Talking Heads) sind endlich wieder live zu erleben. Viele kennen die Musiker, die seit den 1989er Jahren frenetisch die Clubs und Festivals unter dem Namen "The Beat Brothers" unsicher machen.Franz (Bass), Frank (Saxophon) und Chris (Gitarre) in der Frontline, Andy (Keyboards) und Arno (Schlagzeug) in der Backline sorgen für eine erstklassige Live-Performance.

Gemütliches Weindorf auf dem Luitpoldplatz:
Traditionell findet das Grünstadter Weinfest auf dem zentral gelegenen Luitpoldplatz im Herzen Grünstadts statt. Die Weinstände sind in einem großen Festzelt nebeneinander angeordnet, die zentral gelegene Bühne von allen Ständen einsehbar. Jeder Bewirter verfügt über Sitzplätze im Innen- und Außenbereich. Die Außenbereiche sind mit Großschirmen überdacht, Weinfässer bieten beliebte Stehmöglichkeiten. Das Weindorf öffnet am Freitag, 20. Juli, um 17 Uhr, Samstag, 21. Juli, um 11 Uhr, Sonntag, 22. Juli, um 10 Uhr und Montag, 23. Juli, um 11 Uhr. Am Samstag und Montag sind zur Mittagszeit nicht alle Weinstände geöffnet.

Zehn Bewirter sorgen für das Wohl der Gäste:
Acht Weinbaubetriebe (inklusive dem elterlichen Weingut der Weingräfin Julia IV.) bewirten im Weindorf mit eigenen Erzeugnissen, dazu gesellen sich Metzgerei und Restaurant Speeter mit pfälzischen und das TSG-Clubheim-Pächterehepaar Rosetta und Vito Cunsolo mit italienischen Spezialitäten.
Die Standorte der Weinstände wurden traditionell ausgelost. Stand Nummer 1: Weingut Michael Schroth, 2: Weingut Klaus Grün, 3:Weingut Benjamin Conrad, 4: Weingut Nehb, 5: Weingut Christian Denig (69. Weingräfin), 6: Weingut Eugen Eibel, 7: Weingut Rüdiger Übel, 8 Weingut Schenk-Siebert

Riesling- und Dornfelder-Preis:
Alljährlich werden in einer „verdeckten“ Weinprobe unter den Weinbaubetrieben, die das Grünstadter Weinfest bewirten, die Sieger des Riesling- und Dornfelder-Preises ermittelt. Dadurch wird dem Ursprungsgedanken „Weinwettstreit“ auch einigermaßen Rechnung getragen. Interessant: Die Prüfungskommission wird von einem Weinsachverständigen vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Neustadt geleitet. Zum Gremium gehören ausschließlich die Vertreter der teilnehmenden Weinbaubetriebe. In diesem Jahr konnten sich durchsetzen die Weingüter Benjamin Conrad (Riesling-Preis, zu probieren an Stand 3) und Michael Schroth (Dornfelder-Preis, zu probieren an Stand 1).

Kleiner Vergnügungspark mit Attraktion:
Für die kleinen Besucher laden auf dem Parkplatz hinter dem Modehaus Jost Kinderfahrgeschäfte, Spiel-, Verlosungs-, Süßwaren- und Schießstände ein. Attraktion in diesem Jahr ist der Autoscooter.

Geschichte des Grünstadter Weinwettstreit

Der erste Unterhaardter Weinwettstreit in Grünstadt fand als Werbemaßnahme und auch wegen den damaligen Weinabsatzschwierigkeiten der Winzer der Unterhaardt vom 2. bis 4.11.1935 statt. Dieser wurde bis 1938 wiederholt. Nach einer Unterbrechung aufgrund des Zweiten Weltkriegs wurde der Weinwettstreit im Jahr 1949 fortgesetzt und 1950 erstmals „auf den ersten Sonntag und dem darauf folgenden Montag im Oktober“ festgelegt und im großen Festzelt auf dem Luitpoldplatz gefeiert.
Diese Form des Weinfestes, in einem riesigen Zelt mehrere Tage zu feiern, verlor jedoch spätestens im Laufe der 80-er-Jahre an Attraktivität. Eine gewisse Anonymität der ausgeschenkten Weine war nicht zu verleugnen, zumal die Winzer und Weinerzeuger oft auch nicht selbst im Festzelt vertreten waren. Zudem gingen die Besucherzahlen drastisch zurück.
Eine Neukonzeption musste her. So wurde das letzte große Festzelt 1990 auf dem Luitpoldplatz aufgebaut und ab 1991 durch ein kleines, attraktives Weindorf ersetzt. Um gleichzeitig die eigentliche Grünstadter Kerwe, den Jakobimarkt, wieder ins Gedächtnis zu rufen, verlegten die Verantwortlichen das Weinfest auf das vierte Juli-Wochenende.
Anfangs blieb Kritik nicht aus. Ein Weinfest mitten in den Sommerferien zu feiern, das konnte doch nicht sein. Doch die Kritiker wurden eines Besseren belehrt; die neue Form des Weinfestes außergewöhnlich gut angenommen und der Grünstadter Weinwettstreit entwickelte sich von Jahr zu Jahr zu einer immer größer werdenden Veranstaltung.
Nun konnten zudem die Winzer durch persönliche Beratung der Weinfestbesucher ihren bedeutenden Beitrag leisten. Seitdem bewirten alljährlich acht Weinbaubetriebe aus Grünstadt, Asselheim, Sausenheim sowie der Herkunftsgemeinde der jeweiligen Weingräfin das romantische Weindorf und ermitteln untereinander den Riesling- und Dornfelder-Preis. Dadurch wird der Bezeichnung „Weinwettstreit“ stets ein wenig Rechnung getragen.
Neben dem großen Weinwettstreit im Zentrum der Stadt Grünstadt finden selbstverständlich in (fast) allen Ortgemeinden des Leiningerlandes eigene Weinkerwen und Dorffeste zu verschiedenen Anlässen statt. Ob groß oder klein, jedes dieser Feste besitzt seinen eigenen Charme und lädt Einheimische wie Gäste immer wieder zum Kommen und Verweilen ein.