Spatenstich zur "alla hopp!"-Anlage

In Grünstadt erfolgte auf einem 9.400 Quadratmeter großen Areal zwischen dem Bahnhof und dem Neubaugebiet in der Bitz der Spatenstich zur alla hopp!-Anlage.

Noch ist das Jahr nicht zu Ende – auch nicht für die Dietmar Hopp Stiftung. Am Dienstag erreicht die Aktion „alla hopp!“, die in 19 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar Bewegungs- und Begegnungsparcours im Gesamtwert von 45 Millionen Euro errichtet, ihre vorletzte Etappe: In Grünstadt erfolgte auf einem 9.400 Quadratmeter großen Areal zwischen dem Bahnhof und dem Neubaugebiet in der Bitz der Spatenstich zur alla hopp!-Anlage.

„Unser Lebensstil wird gesundheitsfeindlicher, so beschreiben zahlreiche Experten den Bewegungsmangel vieler Menschen. Dank der Dietmar Hopp Stiftung bekommen die Grünstadter eine Anlage mit vielen tollen Geräten, um sich fit zu halten“, sagte Bürgermeister Klaus Wagner während seiner Begrüßungsrede. „Ich freue mich, wenn wir im kommenden Jahr dies als Chance für mehr ‚Bewegung für Jung und Alt‘ begreifen. Alla hopp! Jetzt geht es auch in Grünstadt los!“ Kinder der Integrativen Kindertagesstätte „In der Haarschnur“ sangen anschließend ein Lied, anwesend waren auch Grundschüler der Hans-Zulliger-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Integrierten Gesamtschule.

Für die Vertreter der Dietmar Hopp Stiftung, die diese Aktion nicht nur finanziert, sondern selbst ins Leben gerufen hat, endet mit dem offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten in Grünstadt ein ereignisreiches Jahr, das im Rahmen dieses Projekts neun Spatenstiche und zehn Eröffnungen gefeiert hat. Bereits im Mai 2015 wurde die Pilotanlage in Schwetzingen ihrer Bestimmung übergeben, aktuell sind 15 alla hopp!-Anlagen in Betrieb, drei weitere – Speyer, Mörlenbach und jetzt Grünstadt – befinden sich im Bau. Im Frühjahr 2017 wird zudem noch der Spatenstich in Meckesheim erfolgen.

Obwohl schon so viele Anlagen eröffnet wurden, ist auch bei den Verantwortlichen die Vorfreude auf das Grünstadter Projekt riesengroß. Zwar setzen sich alle Anlagen aus denselben Modulen zusammen und liegt allen Begegnungsstätten dieselbe Idee – altersgerechte Bewegung für Menschen aller Generationen – zugrunde. „Doch durch die unterschiedliche Beschaffenheit der zur Verfügung gestellten Areale und den in Beteiligungsprozessen geäußerten Wünschen der Bevölkerung, die von den jeweiligen Planungsbüros berücksichtigt werden, erhält jede einzelne Anlage ihre individuelle Note“, betonte Katrin Tönshoff, die Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung.

Unter dem Motto „Grünstadt wird Grünstadt“ hatte sich die 13.000-Einwohner-Stadt bereits vor Jahren damit beschäftigt, das Brachland entlang einer stillgelegten Bahnstrecke im Stadtkern durch eine Parkanlage attraktiver zu gestalten. Da kam die Ausschreibung für die Aktion alla hopp! gerade recht. Grünstadts Bewerbung hatte Erfolg – am Dienstag ließen schließlich Kinder und Erwachsene 99 Luftballons in den Himmel steigen und gaben somit den symbolischen Startschuss. Gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Wagner und Katrin Tönshoff unterschrieb der Erste Kreisbeigeordnete Claus Potje, der den Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld vertrat, den Spaten, auf dem sich zuvor schon alle anderen Kommunen verewigt hatten, in denen ein alla-hopp!-Spatenstich stattfand.Für die Umsetzung der Module „Bewegungsparcours für Jedermann“, „Kinderspielplatz für die Jüngsten – bei jedem Wetter“ und „Naturnaher Spiel- und Bewegungsplatz für Schulkinder“ sowie der Ideen aus der Bevölkerung zeichnet das Büro des Landschaftsarchitekten Dirk Schelhorn, der unter anderem auch die Anlagen in Heidelberg und Hemsbach plante, verantwortlich.