Asselheim

    Nördlich von Grünstadt liegt Asselheim, ein idyllisches Weinbaudörfchen, das sich an den Nordhang des Eistales schmiegt. Erstmals 756 als "Azalunheim" im Lorscher Codex erwähnt, blieb Asselheim bis 1795 im Besitz der Leininger. Der Grünstadter Vorort ist geprägt durch den Weinbau.

    Die Einwohnerzahl beträgt 1.316 (Stand 25. Juli 2011). Bekannt ist das Weindorf vor allem durch seine attraktive Weinkerwe am dritten August-Wochenende, die Tausende von nah und fern anlockt. Sehr aktiv sind Asselheimer Organisationen und Privatinitiativen, stellvertretend die Initiative "Asselheimer Weihnachtsmarkt", die wie die Dorfgemeinschaft, der Turnverein, die Bauern- und Winzerschaft, die Landfrauen, der Gesangverein und nicht zuletzt die Weinwerbegemeinschaft für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Asselheim sorgen.

    Asselheim ist im Stundentakt mit Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn zu erreichen. Vom Haltepunkt sind es nur wenige Gehminuten zum Ortskern. Gemütlich erreicht der Wanderer die Weinwanderhütte auf dem Goldberg in etwa 30 Minuten. Beliebtes Ausflugsziel für Gäste von nah und fern ist die Weinwanderhütte auf dem Asselheimer Goldberg. Von dort hat der Besucher bei gutem Wetter eine herrliche Aussicht in die Rheinebene, oft bis zum Odenwald. Die Hütte wird von Ende März bis Ende Oktober an Wochenenden und Feiertagen (samstags ab 14 Uhr, sonn- und feiertags ab 10 Uhr) von Winzern der Weinwerbegemeinschaft Asselheim und örtlichen Organisationen mit pfälzischen Spezialitäten bewirtet. Sie kann auch für Privatfeiern gemietet werden. Auskunft unter Telefon 06359/5794.

    Ein Befahren des Weinwanderweges mit Kraftfahrzeugen zur Hütte ist allerdings nicht erlaubt. Für gehbehinderte Besucher besteht jedoch eine Transport-Möglichkeit (Anmeldung telefonisch utner 06359/5794).

    Die Asselheimer Weine aus den Einzellagen Goldberg (siehe Bild), St. Stephan und Schloss sind über die Pfalz hinaus bekannt und geschätzt. Für die Spitzenerzeugnisse sorgen zahlreiche selbstvermarktende Weinbaubetriebe, die bei den Landes- und Bundesweinprämierungen mit Auszeichnungen alljährlich auf sich aufmerksam machen.

    Rebenüberspannte Ortsstraßen symbolisieren den Weinbau in Asselheim. Die Weinbaufläche (früher war Asselheim als traditioneller Rotweinort bekannt) beläuft sich auf rund 140 ha.

    Die attraktiven Weingüter Asselheims laden ein. Einige Winzer bieten dabei Übernachtungs- respektive Ferienmöglichkeiten (Privatzimmer und Ferienwohnungen). 

    Das Bild zeigt das direkt an der Deutschen Weinstraße liegende Weingut St. Stephanshof, dessen Gesamtbild einen Hauch von mediterranem Flair vermittelt. Alle Weinbaubetriebe verfügen selbstverständlich über Räumlichkeiten für Sekt- und Weinproben.

    Weit über die regionalen Grenzen berühmt sind die Asselheimer Weintage zur eigentlichen Kerwe, alljährlich am dritten August-Wochenende. Dann bevölkern Tausende von Besuchern das Weindörfchen, die Weinbaubetriebe öffnen ihre Höfe. Etwa 50 Zugnummern schlängeln sich am Kerwe-Sonntag durch die Dorfstraßen. Das traditionelle Schubkarchrennen findet montags statt. Kerwebeerdigung mit Trauerzug beschließt die Kerwe am Kerwedienstag.

    Wahrzeichen von Asselheim sind neben der evangelischen Kirche der "Rote Turm" in der Eistalstraße sowie das Kelterhaus in der Ostergasse. Der "Rote Turm" ist ein Teil der ehemaligen Ortsbefestigung. Dort finden Kunstausstellungen und Matineen statt. Das Kelterhaus ist eines der ältesten Gebäude im Ort (etwa 1650), wurde Ende der 90er-Jahre renoviert. In seinem mächtigen Kellergewölbe finden heute Veranstaltungen statt, es kann für Privatfeiern gemietet werden. Nähere Auskunft (Kelterhaus) unter Telefon 06359/9373-10.

    Der Turm der evangelischen Pfarrkirche, ehemals St. Elisabeth, stammt, wie der "Rote Turm", aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Das Kirchenschiff der evangelischen Kirche, die in der Ostergasse liegt (gegenüber Kelterhaus), wurde 1470 verändert; der Turm enthält spätgotische Rippenkreuzgewölbe. 1942 brannte die Kirche aus, wurde in den 50er-Jahren wiederaufgebaut. Die älteste Pfarrkirche war übrigens St. Stephan, vermutlich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts; sie lag etwa einen Kilometer nördlich des Ortes beim alten Friedhof und wurde 1819 auf Abbruch versteigert. Direkt am oberen Eingang zum Kelterhaus befindet sich eine Kapelle der katholischen Kirche.

    In unmittelbarer Nähe zueinander befinden sich die "Theodor-Heuss-Schule" (Grundschule) und die städtische Kindertagesstätte (50 Kindergartenplätze, davon 15 Ganztagsplätze). Beide Einrichtungen liegen in der Langgasse, im nördlichen Ortsbereich von Asselheim, und verfügen über großzügige Außenanlagen.

    Unterhalb der Weinlage "Goldberg", im nördlichen Bereich der Langgasse, befindet sich das Sportgelände. Der Turnplatz gehört der Stadt, die Turnhalle dem örtlichen Turnverein. Das Sportgelände ist gerne Ausgangspunkt für Wanderungen, da unmittelbar dort der Weinwanderweg vorbei führt. Der Turnverein Asselheim mit knapp 700 Mitgliedern bietet Handball, Kinderturnen, Damengymnastik, Wirbelsäulengymnastik, Jazz- und Showtanz sowie Hobbytischtennis. Informationen unter Telefon 06359/5118.

    Das war eine Kurzfassung über Asselheim. Wir empfehlen Ihnen auch noch einen Besuch unserer Homepage www.gruenstadt-asselheim.de. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Tourist-Information, Telefon 06359/9297234 (Fax 06359/9297227), E-mail: info@gruenstadt@.de.