Anna-Lena von Bürgermeister Klaus Wagner zur 67. Weingräfin ernannt

V.l. Grünstadts Beigeordneter Hans Tisch, Pfälzische Weinprinzessin Tanja Huber aus Herxheim, Anna-Lena Müsel, 66. Weingräfin Franca Lichti aus Laumersheim und Bürgermeister Klaus Wagner.


Angenehme Temperaturen, kein Regen, wunderschönes Ambiente mit passender Musik des Duos „Flute, Strinxs & Voice“ und eine gut aufgelegte Gästeschar waren am vergangenen Freitagnachmittag Garanten für einen gelungenen Empfang im Weingut von Martina und Stefan Müsel im Obrigheimer Ortsteil Colgenstein: Die Ernennung der 67. Weingräfin des Leiningerlandes Anna-Lena I., nach Ellen I., die 2009/2010 als  60. Weinhoheit die Region repräsentierte, bereits die zweite Weingräfin aus dem Hause Müsel, stand bevor. Grünstadts Bürgermeister Klaus Wagner betonte, dass es seit 1931 eine Weinkönigin der Pfalz gebe und deshalb bislang 77 pfälzische Weinmajestäten hohe Anerkennung verdienen würden. Aber ebenso bemerkenswert sei die Tatsache, dass auch das Leiningerland seit 1950 ununterbrochen alljährlich eine Weingräfin ernennen und krönen würde, das alles nach Vorbild der legendären Gräfin Eva von Neuleiningen, die im 16. Jahrhundert ihre Burg mit List und Tücke vor der Zerstörung durch die heranstürmenden wilden Bauernhorten bewahrte. Wagner: „Weingräfin, das ist im gesamten Bundesgebiet etwas Einmaliges und darauf können wir heute mit viel Stolz blicken.“ So sei es seinem Beigeordneten Hans Tisch wieder einmal gelungen, für 2016/17 mit Anna-Lena eine charmante, junge, hübsche und vor allen Dingen kommunikationsfreudige Dame für dieses Ehrenamt zu gewinnen. Wagner: „“Ich finde auch deren frühe Botschaft sehr mutig, sich um die pfälzische Weinkrone bewerben zu wollen. Das zeugt von viel Selbstbewusstsein.“ Bevor Wagner in kurzen Ausführungen die Vita der designierten Weinhoheit, deren Krönung zum Weinfestauftakt am 22. Juli im Weindorf auf dem Luitpoldplatz erfolgt, bekannt gab und der künftigen Weinhoheit die Ernennungsurkunde aushändigte, dankte das Stadtoberhaupt der noch amtierenden Franca Lichti aus Laumersheim. Die hatte ihrer Nachfolgerin eine passende Tasche mit Inhalt mitgebracht. Lichti: „Da passt gut die Krone hinein, zumal es für diese kein eigenes Köfferchen gibt. Zudem bietet die Tasche noch Platz für einen Weingräfinnen-Leitfaden, ein Nachschlagewerk ausschließlich für die Weingräfin.“ Grußworte des Vereins „Leiningerland. Das Tor zur Pfalz“, der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim, des Landkreises Bad Dürkheim und der Ortsgemeinde, der Pfälzischen Weinprinzessin Tanja Huber aus Herxheim, der ehemaligen Obrigheimer Weingräfin Birgit Mäurer geborene Dejung (sie regierte als 40. Weingräfin 1989/90), von Bankinstituten, Firmen und Obrigheimer Vereinen folgten. In ihrem Schlusswort meinte Anna-Lena Müsel, sie sei überwältigt gewesen von der Sympathiewelle, die sie nach Bekanntwerden ihrer Repräsentation als 67. Weingräfin deutlich spürte. Auch freue sie sich, „dass so viele Menschen heute zu meiner Ernennung erschienen sind.“ Sie wolle alles dafür geben, um eine würdige Nachfolgerin von Franca Lichti aus Laumersheim zu sein und das Leiningerland sehr gut im In- und Ausland („Dazu gehören natürlich auch die Waldgemeinden der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim“, so Anna-Lena) vertreten. Eine gute und erfahrene Beraterin habe sie, so Anna-Lena, natürlich in ihrer Schwester Ellen.