Hundekot gehört sachgemäß entsorgt

Des Deutschen liebstes Haustier ist hinter der Katze der Hund. Leider werden aber auf Gehwegen, in der Fußgängerzone, in Grünstreifen, in Parkanlagen und auf Kinderspielplätzen "Häufchen" abgesetzt, breitgetreten, unansehnlich und ärgerlich.

Dabei werden oft Hundehalter beobachtet, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern und sogar „Stammplätze“ zur Verrichtung der Notdurft aufsuchen.

Wenn schließlich ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird, ist das Unrechtsbewusstsein oftmals gering, „man zahle schließlich Hundesteuer“. Dies rechtfertigt den Verstoß gegen die Polizeiverordnung selbstverständlich nicht und wer selbst einmal in eine der „Tretminen“ geriet oder „fremden“ Hundekot aus seinem Vorgarten beseitigen musste, wird dies unterstreichen. Ganz zu schweigen von denjenigen, denen im Sommer Teile des Hundekots bei Mäharbeiten um die Ohren fliegen und ihre Schutzkleidung ziert.

Gefährdet sind vor allem die Kinder - Entsorgung nur über den Restmüll

Zudem kann es auch gesundheitsschädlich sein, wenn Menschen, insbesondere Kinder, mit im Kot vorhandenen Krankheitserregern oder Wurmeiern in Kontakt kommen. Bei aller Tierliebe gilt: Geh- und Radwege, alle öffentlichen Park- und ähnliche Grünanlagen sind tabu für die „Geschäfte" der Hunde. Dies gilt besonders für Kinderspielplätze. Erfolgt einmal eine Verunreinigung mit Hundekot, so ist diese sofort vom Hundehalter oder denen, die mit dem Hund spazieren gehen, zu entfernen. Hierfür können Zeitungspapier, Plastiktüten oder Reinigungssets, die im Zoohandel erhältlich sind, verwendet werden. Hundekot darf nur über den Restmüll, nicht über den Bioabfall beseitigt werden. Aus Gründen der Hygiene muss er jedenfalls vor dem Einwerfen in die graue Mülltonne verpackt werden. Mit ein wenig mehr Verantwortung und Sorgfalt können die Tierbesitzer diese unappetitliche Seite der Hundehaltung vermeiden.

Stadtverwaltung stellt Hundekotbeutelspender mit Gefäßen auf

So wurden in der Stadt Grünstadt Hundekotbeutelspender mit Entsorgungsgefäßen aufgestellt. Sie befinden sich überall da, wo erfahrungsgemäß "Problemzonen" sind. Hundehalterinnen und Hundehalter können somit direkt vor Ort auf die „Gassi“-Beutel zurückgreifen. Erst vor wenigen Tagen wurde in der Raiffeisenstraße ein solcher Hundekotbeutelspender mit Entsorgungsgefäß zentral installiert, nachdem der gesamte Grünstreifen entlang der Straße mit Kot-Haufen förmlich übersät war. Ein Sprecher der Stadtverwaltung ließ erkennen, dass direkt am Sausenheimer Kunstrasenplatz und an der Ecke Raiffeisen-/Bärenbrunnenstraße sowie an den dort verlaufenden Wirtschaftswegen „Am Ritterstein“ und „Queckbrunnen“ demnächst noch zusätzliche Müllgefäße aufgestellt würden.

Verunreinigung ist eine Ordnungswidrigkeit

Die Verunreinigung von öffentlichen Wegen, Plätzen und Anlagen mit Hundekot ist in jedem Fall eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem empfindlichen Verwarngeld oder einer Geldbuße geahndet werden kann. Leider nehmen einige Hundehalter auf ihre Mitmenschen und die Umwelt keine Rücksicht, wenn es um die Beseitigung von Hundekot geht.

Knapp 800 Hunde aller Rassen sind in Grünstadt registriert

 Knapp 800 Hunde aller Arten sind in Grünstadt ordnungsgemäß gemeldet. Sie gehen mehrmals täglich mit ihrem Herrchen „Gassi“ und das Ergebnis ist leider oft in der Innenstadt, besonders auf Gehwegen, in Parkanlagen und öffentlichen Grünflächen zu beobachten. Die Vollzugsbeamten des Ordnungsamtes, so ein Sprecher der Verwaltung, würden daher diesbezüglich die Kontrollen verstärken. Wer ertappt werde, müsse mit einem Ordnungsgeld von 35 € rechnen, im Wiederholungsfalle drohe ein Bußgeldverfahren. Allerdings gebe es auch zahlreiche Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner sachgemäß beseitigen würden. Sie wären es aber auch oft, so die Stadtverwaltung, die die „schwarzen Schafe“ darauf ansprechen würden. Kommunikation und Aufklärung sei oft effektiver als Strafe.

Jagdpächter beschweren sich über freilaufende Hunde

Zusätzlich käme es auch immer mal wieder zu Gefahren und Belästigungen durch freilaufende Hunde im Stadtgebiet, sogar in der Fußgängerzone. Hundehalterinnen und -halter übernehmen mit der Haltung eines Hundes viel Verantwortung gegenüber ihrem Tier, aber auch gegenüber ihren Mitmenschen, die mit dem Tier in Kontakt kommen. Die Hunde müssen daher innerhalb der bebauten Ortslage angeleint sein. Außerhalb bebauter Ortslagen sind sie umgehend und ohne Aufforderung anzuleinen, wenn sich andere Personen nähern. Entsprechende Beschwerden gibt es immer wieder von den Pächtern der Jagdbezirke Asselheim, Sausenheim, Berg oder Flur.

Die Stadtverwaltung Grünstadt hat entsprechende Gefäße an den nachfolgend genannten öffentlichen Einrichtungen („Dog-Stations“) installiert und bietet dabei kostenlos Tüten zur Beseitigung von Hundekot an:

  • Info-Punkt Luitpoldplatz
  • Ecke Turnstraße/Fußgängerzone
  • Ecke Poststraße/Fußgängerzone
  • Parkplatz Seniorenzentrum „Haus am Leininger Unterhof“
  • Schlosspark an der Martinskirche
  • Zufahrt zum Bahnhof von der Schlachthofstraße
  • Kinderspielplatz Lindenweg
  • Kinderspiel Ost-Kalkerde
  • Raiffeisenstraße

Für Fragen und Auskünfte steht Herr Jürgen Bracht, Stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes der Stadtverwaltung Grünstadt, unter Telefon-Nummer 805304 bereit.