Wissenswertes in Wort und Bild


Grünstadt, ehemalige Grafenstadt mit knapp 14.000 Einwohnern (in Grünstadt ohne die Ortsteile Asselheim und Sausenheim leben zum 30. Juni 2002 10.383 Einwohner), liegt als Zentrum des Leiningerlandes verkehrsgünstig am Schnittpunkt der Deutschen Weinstraße und der Bundesautobahn 6 (Mannheim-Saarbrücken) östlich des Haardtrandes (Ausläufer des Pfälzer Waldes). Die Ballungsräume Rhein-Neckar (Worms/Ludwigshafen/Mannheim/Heidelberg) im Osten oder Kaiserslautern im Westen sind mit Auto und Bahn sehr gut zu erreichen.

„Id est willam Grinstat in Warmacense“ lautet die Stelle in dem in der Nationalbibliothek von Paris verwahrten lateinischen Text, in dem Grünstadt am 21. November 875 erstmals urkundlich erwähnt wird. Die Schriftprobe lautet übersetzt: „Es ist das Hofgut Grünstadt im Wormsgau“. Vom frühen Mittelalter an war der Ort ein an alten Römerstraßen gelegener Marktflecken, wo der Handel blühte.Um 1700 wurde Grünstadt die Residenz der Leininger Grafen. Aus dieser Zeit stammen die Leininger Schlösser, der Leininger Oberhof (dort befindet sich heute das Haus der Vereine mit Stadtbücherei und Heimatmuseum) und Unterhof (unmittelbar neben der Martinskirche) sowie das heutige Stadthaus im barocken Stil (Kreuzerweg). Die gotisch-barocke Martinskirche (links mit einem Teil des Oberhofes) mit Kirchenmuseum ist das Wahrzeichen der Stadt.

 

Das Städtchen mit einer attraktiven, knapp 500 Meter langen Fußgängerzone (rechts) und florierenden Geschäftswelt besitzt einen hohen Freizeitwert. Im Stadtzentrum, am Luitpoldplatz, lädt eine Hausbrauerei (über 200 Sitzplätze) im neuen Weinstraßencenter, dem Kultur- und Kongresszentrum (Tagungsmöglichkeit für rund 350 Gäste), zum Verweilen ein. Überhaupt verfügt Grünstadt über eine breitgefächerte Gastronomie von gut-bürgerlicher Küche bis zum Feinschmeckerrestaurant.

 

Beispielhaft in Rheinland-Pfalz und nach ökologischen Anforderungen konzipiert ist der neue Grünstadter Umweltbahnhof und das in der Nähe entstehende Neubaugebiet "In der Bitz". Bahnzusteigmöglichkeiten gibt es zudem an den Haltepunkten „Rudolf-Harbig-Stadion“ im Norden der Stadt und im Ortsteil Asselheim.

 

Im Gewerbegebiet (rechts), östlich der Stadt, haben sich viele moderne mittelständische Betriebe angesiedelt. Ein Stillstand an diesem attraktiven Standort ist nicht abzusehen. Die neue Umgehungsstraße sorgt für Verkehrsberuhigung, vor allem, was den Verkehrsfluss von der Autobahn in das Gewerbegebiet angeht.

 

Grünstadt verfügt über attraktive Sport- und Freizeiteinrichtungen und ist als Sportstadt bekannt. 14 Sportvereine bieten vielfältige Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Zu den herausragenden Sportanlagen zählen unter anderem das ganzjährig beheizte Hallen- und Freibad mit 50-Meter-Wettkampfbecken (Allwetter- oder Panoramabad) und einer modernen Erlebnissauna (rund 700 m² Saunalandschaft mit Innen- und Außenpool), das Rudolf-Harbig-Stadion (links) mit Rasen- und Hartplätze sowie Leichtathletikanlagen, das Kegelzentrum, die Tennis- und Schießsportanlagen sowie das Hundedressurgelände am Stadtpark, der Modellflugplatz auf dem Grünstadter Berg und das Segelfluggelände auf dem naheliegenden Quirnheimer Berg. Jugendliche lädt eine Skate-Anlage im Gewerbegebiet nahe der Stadtwerke ein.

 

Die Anzahl der vorhandenen Bildungseinrichtungen ist für ein Städtchen dieser Größenordnung ungewöhnlich: Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasium, Volkshoch- und Sonderschulen. Kindertagesstätten, darunter auch ein „Haus des Kindes“, gibt es in den Ortsteilen und im Stadtbereich. Mit dem Kreiskrankenhaus (rechts) am Grünstadter Berg ist die medizinische Versorgung gewährleistet. Das Akut-Krankenhaus mit 212 Betten verfügt über die Abteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie, Anästhesie mit Schmerztherapie, Geriatrie und eine Hals-Nasen-Ohren-Belegabteilung.

 

Einen hohen Stellenwert in Grünstadt haben Kunst und Kultur. Mehrere Chorvereinigungen, Instrumentalgruppen, eine Musikschule, der Kulturverein und die Siedlergemeinschaft (Fasnachts- und Theaterabteilung) sorgen für ein pulsierendes Kulturleben (links Siedlerfasnachter Günter Dudenhöffer bei einem diesjährigen Fernsehauftritt). Neben klassischen Konzerten, Kirchenmusik und Theateraufführungen wird bei Vortragsreihen ein interessantes Bildungsprogramm geboten. Eine besondere Attraktion ist der große Fasnachtsumzug mit Straßenfasnacht in der Innenstadt und auf dem Luitpoldplatz an Fasnachts-Dienstag. Ein reger Kulturaustausch findet zudem zwischen Grünstadt und seinen Partnerstädten statt: Carriéres-sur-Seine (bei Paris), Bonita Springs (Südwest-Florida, Golf von Mexiko), Greenville (Ohio), Westerburg und Hermsdorf (Thüringen).

 

Ruhe und Erholung findet der Besucher im Stadtpark mit Grillhütte und im Peterspark (rechts). Im Stadtpark wurde vom rührigen Förderverein "Stadtpark und Grünstadter Berg" die Sommerhalle für kulturelle Veranstaltungen restauriert. Das Denkmal, die Grotte und der Pavillon sind Wahrzeichen des Stadtparkes. Die neue Kneippanlage mit Fuß- und Armbecken sorgt für Gesundheit und Fitness, ein Fußfühlpfad für Spaß und Unterhaltung.

 

Anlass zum fröhlichen Feiern geben viele Feste, allen voran das Grünstadter Weinfest (Weinwettstreit), in einem großen Weindorf am vierten Juli-Wochenende auf dem Luitpoldplatz. Am ersten Oktober-Wochenende folgt der Oktobermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Zum Weinfestauftakt wird die Weingräfin zur Repräsentantin des Leiningerlandes gekrönt. Vorbild der Weinhoheit ist die legendäre Gräfin Eva von Neuleiningen, die im 16. Jahrhundert mit Charme, Gastfreundlichkeit und List ihre Burg vor der Zerstörung durch wilde Bauernhorden bewahrte. Die 58. Weingräfin des Leiningerlandes 2007/2008 heißt  Patricia I. (links) und stammt aus Bockenheim. Zu Ehren der Weingräfin lädt die Stadtverwaltung Grünstadt im Weinstraßencenter nach der Weinlese zum traditionellen "Ball der Weingräfinnen" ein. Zu diesem "Stelldichein des Weinadels" treffen sich alljährlich viele der bisher über 50 Weinhoheiten. Alljährlich veranstaltet das Wirtschaftsforum Grünstadt (früher Verkehrsverein) abwechselnd den Industriemarkt (Leistungsschau der Betriebe im Gewerbegebiet) und die Grünstadter Woche (Aktionen in der Innenstadt). Der Schlosspark an der Martinskirche steht im Mittelpunkt, wenn am zweiten und dritten Advent der Weihnachtsmarkt einlädt. Grünstadt ist der ideale Ausgangsort für Tagesausflüge in den nahen Pfälzer Wald oder an historische Orte wie Speyer, Worms, Heidelberg oder das Hambacher Schloss.

So, das war eine Kurzfassung über unser liebenswertes Städtchen. Wir empfehlen Ihnen auch noch einen Besuch unserer Fotogalerie. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Tourist-Information, Telefon 06359/937320 (Fax 06359/937325), e-mail: info@gruenstadt.de.